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Bundeskongress genossenschaftliche Energiewende in Berlin

Politische Weichenstellung für die Energiewende – Bürgerenergie fordert jetzt Planungssicherheit


Bundeskongress in Berlin unterstreicht zentrale Rolle von Energiegenossenschaften – auch regional treiben Energiegenossenschaften wie die EnerGeno Heilbronn-Franken eG den Ausbau voran


Die Energiewende steht vor entscheidenden politischen Weichenstellungen. Das wurde beim Bundeskongress der genossenschaftlichen Energiewende Ende Januar in Berlin deutlich. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Branche unterstreichen die Bedeutung von Energiegenossenschaften für eine demokratische, dezentrale und dekarbonisierte Energieversorgung.


Dr. Julia Verlinden, stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, bezeichnete erneuerbare Energien als „Freiheits- und Friedensenergien“ und betonte ihre wachsende Bedeutung für Versorgungssicherheit und politische Unabhängigkeit.


Im Mittelpunkt der Diskussion stand zudem die geplante Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, für die ein Referentenentwurf bis zum 31. März angekündigt ist. Branchenvertreter warnten davor, den Zugang zur Energiewende – etwa über Photovoltaik-Aufdachanlagen – durch zunehmende Komplexität zu erschweren.


Deutlich wurde auch der Ruf nach stabilen Rahmenbedingungen. Dr. Henning von Stechow, Geschäftsführer der Energiegenossenschaft Prokon eG, erklärte: „Unsere Forderung Nummer eins ist Planungssicherheit – jetzt muss der Fuß aufs Gaspedal.“ Gleichzeitig warnte er davor, kleine und mittlere Akteure durch übermäßige Regulierung aus dem Markt zu drängen.


Auch für regionale Akteure wie die EnerGeno Heilbronn-Franken eG haben die kommenden Entscheidungen große Tragweite. Als Bürgerenergiegenossenschaft mit ca. 2400 Mitgliedern haben wir allein im vergangenen Jahr rund 8 Megawatt Photovoltaikleistung neu installieret und damit einen großen Beitrag zur lokalen Energiewende geleistet. Energiegenossenschaften wie die EnerGeno stärken nicht nur die erneuerbare Stromversorgung, sondern fördern auch Akzeptanz, Teilhabe und Wertschöpfung vor Ort.


Für Maximilian Wörle, Vorstand der EnerGeno, ist die Botschaft des Kongresses eindeutig:
„Bürgerenergie ist längst ein tragender Pfeiler der Energiewende. Unsere Projekte zeigen, wie schnell der Ausbau vorangehen kann, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Jetzt braucht es verlässliche politische Leitplanken, damit wir weiter investieren und die Energiewende vor Ort umsetzen können.“


Mit breiter gesellschaftlicher Zustimmung und wachsender sicherheitspolitischer Bedeutung sei die Energiewende kein Nischenthema mehr, sondern eine zentrale Zukunftsaufgabe. Entscheidend werde nun sein, Bürokratie abzubauen, Netze auszubauen und Bürgerenergie weiterhin aktiv zu stärken.

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